Fr 5 Aug 2011
Was unterscheidet Permakultur von normalen Gärten bzw. Anbaumethoden?
Abgelegt unter Anbaumethoden der Permakultur :: Kein KommentarWas ist der Unterschied zwischen Permakultur und anderen Gärten?
Nachhaltige Anbaumethoden wie in der Natur – Naturgarten und Waldgarten
Die Natur ist ein riesiger Garten – greif zu
Das kennst du bestimmt! Du gehst durch ein Dorf oder einen Stadtaußenbezirk, wo auch Gärten zu sehen sind und dann hast du ihn auch schon gesehen, den Garten. Ok, du gehst nochmals 2-3 Schritte zurück und stellst erstaunt fest, dass da wirklich nicht mehr zu finden ist außer… 3-6mm Schußfeldgartenwiese. Und alles mit einem Blick gesehen, auch die üblichen Rosen am Zaun, wo kein Blattkrümel auf der Erde sein darf. Prima, denn so trocknet die Erde noch schneller aus zu Ungunsten der Rosen, von der Humusreduzierung abgesehen.
Und das fein säuberlich geschnitten verteilt auf 230 Quadratmetern. Aber halt? Was sehen die verzückte Augen? Ein Baum! Ja, ein echter Baum. Tatsächlich. Der wollte sich fast verstecken inmitten der Raseneinöde. Aber auch der wurde in DIN Norm exakt geschnitten und aus seiner Naturform heraus kastriert und kümmert letztlich vor sich hin.
Welch bedauerlicher Anblick!
Muß das denn wirklich sein?
Szenarien dieser Art ereilen meist den sich gen Garten wendenden Blick, wenn man denn einen sieht in jenen Gefilden.
Ich meine, haben die Leute denn gar keine Phantasie oder Muße? Muß denn wirklich alles immer korrekt auf 3 mm und gartenkonform wie beim megaspießig seriösen Nachbarn sein?
Warum nicht mal etwas Leben in den Garten bringen? So ein Garten soll doch Freude ins Leben bringen, in den oft eintönigen Alltat – also warum dann nicht?
Waldgarten der Natur
Die Natur zeigt uns doch, wie es besser geht und wie sie es liebt. Denn Permakultur ist nichts anderes als die Abbildung eines Naturgartens unter Verwendung der Natur für die Natur mit der Natur.
Nur, weil eine Pflanze auf die eine Art nicht wächst, heißt das nicht, dass sie gar nicht wachsen würde… Man muß nur die richtigen “Worte” finden – also die passende Umgebung an Nachbarpflanzen oder Ansiedlung von entsprechenden Nutzinsekten. Und wie das wieder sein muß, macht die Natur kostenlos vor. Geh in den Wald und sieh es dir live an. Schlag nach, welchen Standort deine Pflanze braucht und pflanze entsprechendes herum. Achte jedoch auch auf den Bodentyp. Nicht jede Pflanze wächst auf jedem Boden – basisch / alkalisch oder sauere Böden, z.B. wachsen Pilze gerne in saurem Boden… das ist auch klar. Aber mit der Zeit wirst du auch das wissen. Das findes du ohne weiteres in Gartenbüchern. Ordne all deine Pflanzen entsprechend an, dass sie einander harmonieren, in ihrer tatsächlichen natürlichen Ordnung. Denn hier ist die Ordnung die Anordnung in der Natur und spiegelt dabei die bestmögliche Symbiose der Pflanzen wieder.
Nutze die natürliche Pflanzensymbiose doch für deinen kleinen Garten aus. Du wirst den Unterschied schnell erkennen können.




