Was ist der Unterschied zwischen Permakultur und anderen Gärten?

Nachhaltige Anbaumethoden wie in der Natur – Naturgarten und Waldgarten

Die Natur ist ein riesiger Garten – greif zu

 

Das kennst du bestimmt! Du gehst durch ein Dorf oder einen Stadtaußenbezirk, wo auch Gärten zu sehen sind und dann hast du ihn auch schon gesehen, den Garten. Ok, du gehst nochmals 2-3 Schritte zurück und stellst erstaunt fest, dass da wirklich nicht mehr zu finden ist außer… 3-6mm Schußfeldgartenwiese. Und alles mit einem Blick gesehen, auch die üblichen Rosen am Zaun, wo kein Blattkrümel auf der Erde sein darf. Prima, denn so trocknet die Erde noch schneller aus zu Ungunsten der Rosen, von der Humusreduzierung abgesehen.

Und das fein säuberlich geschnitten verteilt auf 230 Quadratmetern. Aber halt? Was sehen die verzückte Augen? Ein Baum! Ja, ein echter Baum. Tatsächlich. Der wollte sich fast verstecken inmitten der Raseneinöde. Aber auch der wurde in DIN Norm exakt geschnitten und aus seiner Naturform heraus kastriert und kümmert letztlich vor sich hin.

Welch bedauerlicher Anblick!

Muß das denn wirklich sein?

Szenarien dieser Art ereilen meist den sich gen Garten wendenden Blick, wenn man denn einen sieht in jenen Gefilden.

Ich meine, haben die Leute denn gar keine Phantasie oder Muße? Muß denn wirklich alles immer korrekt auf 3 mm und gartenkonform wie beim megaspießig seriösen Nachbarn sein?

Warum nicht mal etwas Leben in den Garten bringen? So ein Garten soll doch Freude ins Leben bringen, in den oft eintönigen Alltat – also warum dann nicht?

 

Waldgarten der Natur

Die Natur zeigt uns doch, wie es besser geht und wie sie es liebt. Denn Permakultur ist nichts anderes als die Abbildung eines Naturgartens unter Verwendung der Natur für die Natur mit der Natur.

Permakultur: Baumring - Mulchung - Totholzhecke - Weideneingang weiter hinten

Permakultur: Baumring - Mulchung - Totholzhecke - Weideneingang weiter hinten

Nur, weil eine Pflanze auf die eine Art nicht wächst, heißt das nicht, dass sie gar nicht wachsen würde… Man muß nur die richtigen “Worte” finden – also die passende Umgebung an Nachbarpflanzen oder Ansiedlung von entsprechenden Nutzinsekten. Und wie das wieder sein muß, macht die Natur kostenlos vor. Geh in den Wald und sieh es dir live an. Schlag nach, welchen Standort deine Pflanze braucht und pflanze entsprechendes herum. Achte jedoch auch auf den Bodentyp. Nicht jede Pflanze wächst auf jedem Boden – basisch / alkalisch oder sauere Böden, z.B. wachsen Pilze gerne in saurem Boden… das ist auch klar. Aber mit der Zeit wirst du auch das wissen. Das findes du ohne weiteres in Gartenbüchern. Ordne all deine Pflanzen entsprechend an, dass sie einander harmonieren, in ihrer tatsächlichen natürlichen Ordnung. Denn hier ist die Ordnung die Anordnung in der Natur und spiegelt dabei die bestmögliche Symbiose der Pflanzen wieder.

Nutze die natürliche Pflanzensymbiose doch für deinen kleinen Garten aus. Du wirst den Unterschied schnell erkennen können.

Kleintiere und Nagetiere als Helfer der Permakultur

Über die nützlichen kleinen Helfer im Permakultur-Garten

Nagetiere, Kleintiere, Kriechtiere… im Permakultur-Waldgarten

Ja. Wir wissen es. Jeder würde sie abmurksen, wenn sie auftauchen, aber bei uns sind sie zuhause, die süßen kleinen Dinger. Auch, wenn einem eine Blindschleiche mal über die Hand pinkelt aus Angst ;)

Denn Igel, Blindschleichen, Frösche, Kröten und dazu viele Nützlinge, Nutzinsekten, nehmen uns eine Menge Arbeit ab. Sie sorgen dafür, dass Schädlinge weggeferessen werden und keinen Schaden an unseren Pflanzen anrichten können. Auch zeitlich bedeutet es einen Vorteil für uns.

Und was tun wir dafür, dass sich solche Tiere bei uns ansiedeln, wenn sie vorher also nciht ansässig waren?

Wir sorgen dafür, dass sie sich bei uns wohl fühlen. Für Blindschleichen und Echsen z.B. hinterlassen wir bei Baumlochgrabungen, bei denen wir immer eine Menge an Steinen auf dieser Ex-Scholle finden, viele kleine Steinhügel, so daß diese sich gezielt in der Sonne auuwärmen können. Jeder größere Steinhaufen mehr, der mit der Zeit mit Trockenpflanzen bedeckt wird, zieht wieder weitere Echsen an. Häufig beobachten wir im Permakulturgarten zahlreiche Echsen bei schönem Wetter, wie sie es sich auf den Steinhaufen regelrecht bequem machen und ihre Stellung beziehen.

Für die Frösche haben wir bereits zwei kleine Teiche angelegt, mit vielen Steinen am Rand zum Schutz und Höhlen darin. Darin finden auch wieder andere Nutzinsekten Platz, wie z.b. Libellen.

Igel konnten wir durch das Anlegen von Totholzhecken anlocken. Wie? Nunja, vom Baumschnitt und abgestorbenen Bäumen um das Grundstück herum, von Baumfällarbeiten der Gemeinde und von weiteren Orten schleppte Sascha tonnenweise Ast- und Baummaterial auf das Grundstück. Daraus konstruierte er das Kraterbeet, das uns als Wärmefalle dient und gleichermaßen eine über 1.230m lange Holzhecke, die das Grundstück zum Sackgassenwaldweg hin abgrenzt, die auch ca. einen halben bis einen Meter hoch ist mehrfach geschichtet.

All das zusammen hat viele hundert Kubikmeter Lebensraum u.a. für Igel ergeben. Aber auch Vögel, Blindschleichen usw. finden dort Schutz.

Das Leben mit der Natur statt gegen die Natur zahlt sich aus. Die Zahl der angefressenen Bäume, Pflanzen und Blüten ist seit dem enorm zurückgegangen, auch, wenn es erstmal eine Zeit gebraucht hat. Aber ein Permakulturgarten entsteht eben nicht über Nacht, sondern braucht seine Jahre. Aber der Vorteil dann ist, dass man die Pflege Stück für Stück reduzieren kann und sich anderen Bereichen des Erhaltes widmen kann.

Wir tun etwas für die Natur und die Natur tut etwas für uns.

Das ist das Permakultur-Prinzip. Es kann so einfach sein… Nutze die Natur für dich und sie ist dein Freund, dann bereichert sie dich und dein Leben. Ob das jemals in gewissen hohlen Köpfen ankommen wird??? Also jetzt rein suggestiv zu verstehen… aber dazu müssen die Menschen eben erkennen und verstehen, dass sie die Verantwortung für ihre Umwelt und das Ökosystem Erde haben und nicht jemand anderes. Das ist eine fast unendliche Geschichte. Aber wenn du Permakultur gut findest, na, dann teile es doch Anderen mit.

 

Permakultur in der Vulkaneifel

Der Waldgarten und Naturgarten auf über 600m Höhe

Erfahre hier praxisnahe Erfahrungen zur Permakultur

Zwischen Daun und Gerolstein liegt Betteldorf. Hier am Rand des Ortes mit eigener Trinkwasserquelle am Grundstück entstand etwa um 2.001 n. Chr. ;) – das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen… – herum das Ariannie Permakultur-Projekt. Ziel des Projektes war und ist die Selbstversorgung mit allem, was die Natur Leckeres bietet an gesundem Essen. Dazu zählen hunderte Pflanzen, Sträucher, Bäume, Beeeren, Obstbäume, Gemüsearten, Wildpfanzen, Kräuter, Wildarten uvm. und deren integrierte Pflege.

Mit nur 4 Händen und viel Idealismus begaben sich über Monate und Jahre mehr oder weniger 2 Menschen immer wieder, wie es ihnen möglich war privat, ans Werk, um etwas zu erschaffen, wovon wohl die meisten sagen würden, dass es unmnöglich sei.

Aber man soll ja nicht immer alles glauben, was einem so erzählt wird…

Mittlerweile ist auf diesem Grundstück auf über 10 Tausend Quadradtmetern, sprich auf über einem Hektar Land, ein schönes Stück Natur entstanden, die ihresgleichen sucht in ihrer Vielfalt auf so engem Raum und dennoch in sich geordnet und strukuriert ist mit viel KnowHow um das Wissen der Pflanzen und ihrer Eigenschaften.

Aktuell fehlt uns zwar leider noch die Zeit zur Pflege des Projektes, doch dies wird sich in Kürze wieder ändern zum weiteren Ausbau und Aufbau.

Auf www.ariannie-projekt.de erfährst du bisherige Bilder der letzten Jahre und weitere Details dazu – über die Erschaffung eines Naturgartens bzw. Waldgartens aus dem Nichts, oder schau mal weiter hier im Permakultur-Blog um…

Einen schönen Tag wünscht das Ariannie-Team